Drohnen und Kopter Regeln und Vorschriften


Regeln und Vorschriften für das Betreiben von Drohnen und Koptern


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Update Oktober 2017 

Das BMVI hat die Verordnung am 30. März 2017 verabschiedet und die Neuregelungen sind ab dem 06.April 2017 mit der Veröffentlichung  im Bundesanzeiger in Kraft getreten.


 Ab dem 01.  Oktober 2017 gelten die  zwei weiteren  Neuregelungen:

  • Kennzeichnung des unbemannten Fluggerätes ab einer Masse von 250g mit einer feuerfesten Plakette  auf der Name und Anschrift des Besitzers vermerkt ist
  • Es gibt die Plaketten im Internet oder man kann diese auch direkt bei safe-drohne.com von Lufthansa Technik bestellen und dort auch ein Zertifikat über die Baisischulung im Umgang mit Drohnen erwerben. Somit hat man den Nachweis, über die Grundkenntnisse was zu beachten ist bei Wetter, Funktion der Drohne, Aufstieg, Flug und Landung der Drohne oder des Kopters.
  • Kenntnissnachweis zum Betreiben von Drohnen  ab einen Abfluggewicht von 2 Kilogramm
  • die anerkannten Stellen vom LBA für die Schulungen zum Kenntnisnachweis findet ihr auf dieser Seite des LBA´s
  • anerkannte Stellen für den Erwerb des Drohnenführerscheins (Kenntnisnachweis)
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Update April 2017 

Das BMVI hat die Verordnung am 30. März 2017 verabschiedet und die Neuregelungen sind ab dem 06.April 2017 mit der Veröffentlichung  im Bundesanzeiger in Kraft getreten.

Ab dem 06. April. 2017 gelten die ersten Neuregelungen:

  • keine Flüge über  und seitlich  im Abstand von 100 m, zu bewohnten Wohngrundstücken, zu Naturschutzgebieten, in sensiblen Bereichen und Unglücksorten, Katastrophengebieten  oder behördlichen  Einrichtungen, dazu siehe die komplette  Auflistung in den Betriebsverboten weiter unten
  • maximale Aufstiegshöhe von 100 m

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Update Januar 2017 

Der Bundesverkehrsminister hat einen Gesetzesentwurf herausgebracht, wo konkret der Betrieb von Drohnen und Modellflugzeugen geregelt werden soll. Es wird damit gerechnet das dieser, in seiner Form, so vom Bundesrat bei Vorlage verabschiedet wird.

Anbei die wichtigsten Neuerungen:

Sollte der Gesetzesentwurf so in seiner Form den Bundestag passieren, gelten im Hauptsächlichen die Kennzeichnung der Drohnen, die maximale Aufstiegshöhe und -weite, und das Flugverbot über Wohngrundstücke als Neuerungen der bisher geltenden Regeln und Vorschriften, zusammengefasst in einen Gesetz, in Kraft.

Anbei die Broschüre des BMVI zum Downloaden:

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/LF/flyer-die-neue-drohnen-verordnung.pdf?__blob=publicationFile

Hier habe ich die Neuerungen ausführlich, wie es in der Broschüre steht, nochmals erläutert.

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neue Drohnenregeln

Solltet ihr euch eine Drohne oder einen Kopter zugelegt haben und wollt diese nun um euer Haus oder in der freien Natur kreisen lassen, um ein paar schöne Aufnahmen zu machen, ist vorher einiges zu beachten:

Der erste wichtige Punkt im Vorfeld ist eine Drohnenhaftpflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist, für jede Art von Flugmodellen worunter Drohnen und Kopter zählen.

Diese solltet ihr unbedingt vor dem ersten Starts und Aufnahmen abgeschlossen haben. Dabei kommt es darauf an, ob die Drohne als Spielzeug gewertet wird und es möglich ist, das eure private Haftpflichversicherung, diese Drohnen im Schadensfall mit abdeckt. Daher fragt bei euren Versicherungsmakler mit Angebe des Typ und des Gewichts nach, ob diese Art von Schäden von diesen Flugmodellen bereits von eurer privaten Haftpflichtversicherung abgedeckt sind.
Denn sollte eure Drohne doch mal in Nachbars Garten landen und seine Begonien oder geliebten Gartenzwerge beschädigen, ist es immer gut zu wissen, dass ihr versichert seid.
Gerade in der Hinsicht, dass es durchaus passieren kann, das eure Drohne komplett die Verbindung verliert und vorzeitig zur Landung ansetzt oder abstürzt, kann es ernste Beschädigungen an Häusern, Fahrzeugen oder sogar schwere Verletzungen kommen wenn sie dabei Personen oder Tiere trifft. Dafür haftet in jeden Fall der Halter der Drohne oder des Kopters.

Nun gibt es eine Vielzahl von Versicherungsangeboten für private und gewerbliche Flüge mit Drohnen im Netz, nutzt einfach diesen Link hier, um euch eine Übersicht bei Google zu verschaffen.

Im zweiten Punkt kommen wir auf das Luftverkehrsgesetz zu sprechen:

In Deutschland regelt das Luftverkehrgesetz (LuftVG) alles, was sich mit Flügel oder Ballon im deutschen Luftraum bewegt.

Dort sind die Drohnen und Kopter aufgenommen, die unter das LuftVG §1 Abs. 2 Punkt 9 - 11 als Flumodelle, Luftsportgeräte oder sonstige für die Benutzung des Luftraums bestimmte Geräte, sofern sie in Höhen von mehr als dreißig Metern über Grund oder Wasser betrieben werden können, fallen.

Die Vielzahl der Drohnen ab 100 ,- Euro erreichen locker Höhen jenseits der 30 Meter und 30 Meter über dem Grund oder Wasser sind nicht viel.

Drohnen zählen zu den unbemannten Flugobjekten, d.h. Ihr steuert sie über euer Smartphone oder einen mitgelieferten Controller, und sitzt nicht in Ihnen, wie bei einen bemannten Flugobjekt, einen Flugzeug oder Segelflieger.

Kenntnisnachweis für Drohnenpiloten

Ab einen Aufstiegsgewicht von 2000 Gramm,  2 Kilogramm, müssen Piloten ihre Kenntnisse im Umgang mit den Drohnen nachweisen. Dies wird durch eine Prüfung von einer anerkannter Stelle des Luftfahrtbundesamtes , kurz LBA, erfolgen oder durch den jeweiligen Luftsportverband nach einer Einweisung, ausgestellt werden.
Das Mindestalter für die Ablegung der Prüfung durch Stellen des LBA ist mit 16 Jahren angegeben, im Luftsportverein liegt das Mindestalter laut Artikel bei 14 Jahren.
Bei Minderjährigen muss die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters (Eltern, Erziehungsberechtigten) vorliegen. 
In dem Artikel des BMVI zu den neuen Regelungen wird geschrieben, das dieser Kenntnisnachweis auch online erfolgen kann.
Die Bescheinigungen haben eine Gültigkeit von 5 Jahren. Danach ist erneuter Kenntnisnachweiß erfordlich.
In den Paragraphen 21d sind die genauen Vorrausetzungen für diese Stellen beschrieben, wo die  Antragsteller den Kenntnisnachweis erlangen können.
Dieser Kenntnisnachweis ist ab dem 01.10.2017 Pflicht, wenn Eure Drohne ein Startgewicht von 2 Kilogramm und mehr hat.
Der Kenntnisnachweis kann bei, vom Luftfahrtbundesamt kurz LBA, anerkannten Stellen abgelegt werden.
Beim Ablegen des Kenntnisnachweises bei diesen Stellen habt ihr die Gewissheit, das ihr das nötige Wissen vermittelt bekommt und das der Kenntnisnachweis auch von den offiziellen Stellen anerkannt wird. Anbei findet ihr den Link der vom LBA anerkannten Stellen: anerkannte Stellen für den Erwerb des Drohnenführerscheins (Kenntnisnachweis)


Nun müssen wir unterscheiden, zwischen privat und gewerblich.


Privat fliegt jeder, der die Drohne für Sport und Freizeit einsetzt.
Sie wird von der Behörde unter der Regelung nach LuftVG §1 Abs.2 Punkt 9 als Flugmodell oder Luftsportgerät angesehen.

Setzt Ihr die Drohne für Film und Fotoaufnahmen ein, um diese bei Youtube, Facebook oder Stock-Foto-Plattformen zu veröffentlichen oder zu teilen, dann gilt dies, hier in Hessen, als gewerblicher Flug mit Aufnahmen. Die Drohne wird in diesen Fall von der Behörde in die Kategorie unbemannte Luftfahrzeuge nach LuftVG §1 Abs.2 Punkt 11 gewertet.
Selbst wenn ihr keine Werbung unter die Youtube Videos legt, wird dies von der Behörde als gwerbliche Nutzung ohne Gewinnerzielung angesehen.

Im gewerblichen Bereich gibt es eine Erleichterung:
Bisher war es nötig, wollte man seine Videos und Fotos gewerblich verwenden oder filmte man gegen Entgelt, so war es erforderlich, eine Aufstiegsgenehmigung der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde zu haben. Diese ist mit Kosten zwischen 200 - 250 Euro angesetzt und hatte eine Gültigkeit von 2 Jahren.
Dies entfällt mit Einführung der neuen Regeln für alle Drohnen und Kopter unter einen Aufstiegsgewicht von 5000 Gramm, 5 Kilogramm. 
Ab einen Aufstiegsgewicht von 5000 Gramm, 5 Kilogramm, benötigt der Drohnenpilot weiterhin die Aufstiegsgenehmigung von der Landesluftfahrtbehörde.
Zudem wird das generelle Verbot aufgehoben, das nur innerhalb der Sichtweite mit gewerblichen Drohnen und Koptern ab 5000 Gramm, 5 Kilogramm, geflogen werden darf.
Die zuständige Behörde kann nach Prüfung des Antrages eine Ausnahmegenehmigung erstellen, wodurch der Flug auserhalb des Steuerers sowie bei Nacht  erfolgen kann.

Der Antrag einer Aufstiegsgenehmigung ab 5 Kilogramm für unbemannte Luftfahrzeuge ist als Beispiel auf der Seite des Regierungspräsidiums Kassel  hier zu finden. Dort scrollt ihr bis Antragsformulare für unbemannte Luftfahrtsysteme herunter und klickt auf "Antrag auf Erteilung einer allgemeinen Aufstiegserlaubnis für unbemannte Luftfahrtsysteme".

Zur Erteilung einer Aufstiegsgenehmigung müßt ihr über die hier genannten Vorschriften Kenntnis haben, im Besitz einer Drohnenhaftpflichtversicherung für eure Drohne oder Kopter sein und Flugerfahrung nachweisen können. In Ausnahmefällen werdet ihr mit eurer Drohne oder euren Kopter bei der Behörde vorgeladen, um eure Erfahrung im Umgang damit vorzuführen.

Zur Zeit kostet die Aufstiegsgenehmigung ca. 200,- Euro und gilt befristet auf 2 Jahre für das jeweilige Bundesland. Es können auch Aufstiegsgenehmigungen anderer Bundesländer anerkannt werden, da es für Deutschland noch keine landesweite Aufstiegserlaubnis gibt. Diesen Vordruck gibt es ebenfalls auf der oben genannten Seite des Regierungspräsidiums Kassel.

Eine bundesweite Aufstiegserlaubnis soll es in ferner Zukunft geben, allerdings steht noch kein Datum zum heutigen Zeitpunkt fest.

Daher fragt immer erst bei der zuständigen Luftfahrtbehörde eures Bundeslandes nach, was erlaubt ist und was nicht.
Meist haben die Behörden ein Merkblatt eingerichtet, wo ihr nachlesen könnt, was zu beachten ist.

In Hessen ist dies unter Fotodrohnen - was ist erlaub und was ist verboten, dargestellt.



Damit kommen wir gleich zur dritten und wichtigsten Regel:

Aufstiegshöhe und Flugweite von Drohnen

Drohnen, ob nun mit einen Controller oder euren Smartphone betrieben, sind immer auf Sicht zu fliegen, d.h. ihr dürft eure Drohne keinen Moment aus dem Auge verlieren, auch wenn eine Kamera an eurer Drohne installiert ist und ihr das Livebild auf euren Smartphone oder Controller seht, ihr habt die Pflicht jederzeit visuellen Kontakt d.h. Sicht auf eure Drohne zu haben.
Am besten ihr nehmt euch immer einen Kollegen mit, der mit euch gemeinsam, eure Drohne im Auge hat.

Es ist in der neuen Verordnung festgelegt, das Drohnen exakt bis 100 m über Grund aufsteigen dürfen.
Ausgenommen sind hier die Modellflugplätze. Dort dürfen Drohnen und Modellflugzeuge über 100m über Grund aufsteigen.
Wer höher aufsteigen möchte, braucht dafür eine Ausnahmegenehmigung der Landesluftfahrtbehörde.
Weiterhin dürfen Drohnen wie bisher nur in Sichtweite geflogen werden. Das heißt, meist ist je nach Größe der Drohne bei 300 - 500 m Schluss, da die Drohne dann nur noch als kleiner Punkt am Himmel erkennbar ist.

Grundsätzlich gilt
: Bei guten Wetter ist eine Sichtverbindung je nach Drohnenmodell bis zu 700 m horizontal und 100 m Flughöhe vertikal gegeben.Die vertikale Höhe von 100 m entspricht 328 Fuss, womit wir uns in Deutschland mit unserer Drohne im unkontrollierten Luftraum Golf bewegen, der sich bis 762 m (2500 Fuss) Höhe erstreckt, und unter der Mindestflughöhe für bemannte Lauftfahrzeuge von 150 m (462 Fuss) auf freien Gelände bzw. 300 m (984 Fuss) über Städten, Menschenansammlungen oder dicht besiedelten Gebieten befinden.
Trotzdem gilt für uns weiterhin und immer: Bemannten Luftfahrzeugen ist immer und unverzüglich auszuweichen !!!

Auserdem steht im LuftVG §4a Absatz 1: Luftfahrzeugführern ist das Führen oder Bedienen eines Luftfahrzeuges unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen psychoaktiven Substanzen untersagt.
Das heist, wenn Ihr Alkohol oder Drogen zu euch genommen habt, dürft ihr eure Drohne nicht selbst steuern.Es ist wie im Straßenverkehr, mit unseren geliebten Auto oder Motorrad, wer es trotzdem fährt, dem droht Führerscheinentzug bzw. Luftfahrerscheinentzug.

So und nun habt ihr eure geliebte Drohne schon in der Luft, nun aber: habt ihr auch die Erlaubnis zum Start der Drohne euch eingeholt ??? Wie Starterlaubnis einholen, ich bin doch auf keinen Flugplatz oder Flughafen ?!?!

Richtig und trotzdem heißt es in LuftVG §25 Abs. 1 Luftfahrzeuge dürfen außerhalb der für sie genehmigten Flugplätze nur starten und landen, wenn der Grundstückseigentümer oder sonst Berechtigte zugestimmt und die Luftfahrtbehörde eine Erlaubnis erteilt hat.
Ihr seht, einfach so auf ein Grundstück gehen und dort die Drohne starten lassen ist nicht. Ihr müsst in Falle eurer Drohne den Grundstückseigentümer um Erlaubnis fragen.
Solltet ihr noch dazu das Pech haben, innerhalb eines Umkreis von 1,5 km zu einen Flugplatz oder Flughafen zu wohnen, müsst ihr wie oben beschrieben, die Erlaubnis des Towers einholen.
Flugkontrollzone im Ruhrgebiet Quelle: wikimedia.org
In dieser Zone ist es vorgeschrieben, bis 1,5 km ab der Abgrenzung (Zaun) vom Flughafengelände, nur mit der Freigabe des Towers, seine Drohne vom Boden steigen lassen .

Dementsprechend ist es ein absolutes NO GO innerhalb dieser Zone eure Drohne ohne Erlaubnis aufsteigen zu lassen !!! 

Daraus resultiert eure nächste Pflicht, vor dem Start eurer Drohne, euch zu vergewissern, in welchen Fluggebiet ihr euch befindet. Das könnt ihr  durch Abgleichen von Luftfahrtkarten oder mit der kostenpflichtigen App "My.Fly zone" erledigen. 

Die meisten großen Kopter und Drohnen, von Firmen wie DJI oder Yuneec, haben bereits die Funktion "No Fly Zone" in ihre Software einprogrammiert, die verhindert, das ihr eure Drohne oder Kopter in dieser Zone starten könnt.

Weiter könnt ihr unter openAIP map nachschauen, ob um euch herum eine Kontrollzone besteht. Damit kommen wir zum nächsten wichtigen Punkt, der Kontrollzone.

Die Kontrollzone des Towers um den jeweiligen Flughafen. Diese erstreckt sich bis zu 10 km in beide Richtungen der Start und Landebahnen eines Flughafens. Seitlich erstrecken sich die Zonen bis 5 km. Oben seht ihr ein Beispiel der Kontrollzone des Flughafens Dortmund.

In diesen Bereich dürft ihr privat eure Drohnen und Kopter bis 30m Höhe über Grund aufsteigen lassen.
Gewerblich sind in diesen Bereich maximal 50m Höhe über Grund erlaubt. Für größere Höhen braucht ihr wiederum die Freigabe des Towers.

Wir lesen täglich Berichte, wo Drohnen in Einflugschneisen von Piloten gesehen werden, und dies kann zu fatalen Folgen führen, wenn eine Drohne mit einen Flugzeug kollidiert. Da Drohnen, nicht wie Vögel aus Federn und Knochen bestehen, sondern Kunstoff und Metall, richten sie erheblich mehr Schaden bei einen Zusammenstoß mit einen Flugzeug an.
Auserdem schadet es unseren Hobby und für manchen auch sein Einkommen, da es bei immer mehr Vorfällen immer stärker reguliert wird, bis zu dem Ergebnis, das, wie in Schweden, keine privaten oder gewerblichen Drohnen nach dem neuen Gesetz mehr aufsteigen dürfen. Den Artikel könnt ihr hier nachlesen.

Betrieb von Drohnen und Modellflugzeugen mit einer Videobrille


Dazu steht in der Verordnung, das Flüge mit der Videobrille bis maximal 30 meter über Grund und das Flugerät nicht schwerer als 250 Gramm, 0,25 Kilogramm ist, erlaubt sind.
Desweiteren muss eine 2. Person die Drohne oder Modellflugzeug ständig in Sichtweite haben und den Luftraum  beobacht um in der Lage sein, den Steuerer vor möglichen Gefahren zu warnen.

Betriebsverbote für Drohnen

So nun aber, ihr habt die vorherigen Punkte alle gecheckt und alles i.o. Ihr startet und fliegt Richtung Dorfmitte, wo gerade ein buntes Dorffest stattfindet, das ihr von oben filmen wollt. Ihr habt sicherlich die Erlaubnis der vielen Leute und Veranstalter, die dort unten lustig feiern, zu filmen ???

Und ob jeder damit einverstanden ist, das ihr ihn filmt, wenn er mit gut Promille die ganze Straßenbreite nutzt, um nach Hause zu kommen ?!? Denn ohne Genehmigung und Wissen der Person dürft ihr diese nicht aufnehmen oder fotografieren !!! 

Damit sind wir bei dem nächsten wichtigen Punkt: Ohne Genehmigung des Gebäude- oder Grundstückseigentümers dürft ihr private und gewerbliche Grundstücke oder Gebäude nicht überfliegen oder aufnehmen. Da ihr dort ohne Genehmigung fliegt oder filmt verstoßt ihr gegen die Privatsphäre der Besitzer.

Hat man, vorzugsweise schriftlich, die Einverständniserklärung  des Besitzers,  darf man  dessen Wohngrundstück überfliegen und sowohl starten als auch  landen.

Neu  in der Verordnung ist das Gewicht bei dem Verbot, über Wohngrundstücke und Naturschutzgebieten zu fliegen, wenn die Drohne oder das Modellflugzeug ein Gewicht über 250 Gramm, 0,25 Kilogramm, hat. Das gleiche gilt, unabhängig von seinen Gewicht, wenn das Flugobjekt optische, akustische oder Funksignale empfangen, zu übertragen oder aufzeichnen kann.
Weiter muss ein Abstand von 100 m zum nächsten bewohnten Gebäude einer Ortschaft eingehalten werden.
Das gleiche gilt auch für Naturschutzgebiete. Um in solchen Gebieten filmen/fliegen zu dürfen braucht ihr die Einwilligung der Anwohner bzw. des zuständigen Revierförsters oder der unteren Naturschutzbehörde.

Da jede fliegende Drohne über WLan per Smartphone, Tablet oder Fernbedienung, durch das Funksignal gesteuert wird und mit Minikameras auch Bilder oder Videos auf die Geräte übertragen, fallen somit auch die kleinsten Drohnen unter diese Regelung und sie dürfen nicht über fremde Wohngrundstücke gesteuert werden.

Dies war bisher so vorgeschrieben, an diesen Verboten wird sich nichts ändern, im Gegenteil, es werden möglicherweise weitere Bereiche in diese Liste aufgenommen.

Wie bisher, ist es verboten, Drohnen dort zu betreiben, wo es zu einer Behinderung oder einer Gefährdung kommen kann.

Weiterhin verboten bleibt es, Drohnen über und in seitlichen Abstand von 100 m zum nächsten bewohnten Gebäude, bei Naturschutzgebieten, in sensiblen Bereichen wie Unglücksorten, Katastrophengebieten sowie weiteren Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, über Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen, mobilen Einrichtungen  der Bundeswehr bei genehmigten Mänövern und Übungen, Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzugs, Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung, Einrichtungen der Verfassungsorgane des Bundes und der Länder,  diplomatischen und konsularischen EInrichtungen sowie Organisationen im Sinne des Völkerrechts ihren Sitz haben, sowie Liegenschaften von Polizei und anderen Sicherheitsbehörden  und in An- und Abflugbereichen von Flugplätzen sowie bei Nacht zu betreiben.

Hier gilt ebensfalls, sollte der Anlagenbetreiber zugestimmt haben, so darf dort geflogen werden. Sei es für Wartung,  Instandsetzung oder  Videoaufnahmen etc.
Eine weitere Ausnahme besteht für Rettungskräfte, die selbst Drohnen betreiben, diese dürfen im Rahmen  Ihrer Einsätze mit Drohnen in diesen Gebieten fliegen.

Neu ist hierbei dass, wie bereits vorher, über, und neu, in einen seitlichen Abstand  von 100 m  nicht  in den oben genannten Gebieten mit einer Drohne  betrieben werden darf.

Weiter sind bei Aufnahmen innerhalb geschlossener Ortschaften, die zuständigen Ordnungsbehörden oder Polizeidienststellen vorab zu informieren. Es passiert öfters, das besorgte Bürger die Polizei benachrichtigen, weil sie eine Drohne oder einen Kopter in der Luft sehen, den dazugehörigen Steuerer aber nicht. Um unötige Einsätze und Ärger mit der Polzei zu vermeiden, tätigt den kurzen Anruf im Vorfeld des Aufsteigens bei eurer zuständigen Polizeidienststelle.

Kennzeichnung von Drohnen


Ab dem 1.10.2017 muss  jedes unbemannte Fluggerät ab einem Gewicht  von 250 Gramm eine feuerfeste  Kennzeichnung in Form einer Plakette besitzen. Darauf muss der Name und die Adresse des Eigentümers vermerkt werden, so das die Drohne ihren Eigentümer exakt zugeordnet werden kann. Dies gilt auch für Drohnen die auf Modellfluggeländen geflogen werden. Es gibt gereits eine Vielzahl von Anbietern die solche Plaketten anbieten.
Dort werden auf ein Aluminiumplättchen die Daten eingestanzt und mit einer Klebefolie auf der anderen Seite versehen. Somit lässt sich die Kenzeichnung sehr einfach an der  Drohne oder den Kopter anbringen.

Wir hoffen, ihr habt nun einen Überblick über die wichtigsten Regeln und Vorschriften in Deutschland, und habt Spaß an unseren gemeinsamen Hobby.

Wir aktualisieren diese Seite laufend und ergänzen Informationen hier, falls es neue Vorschriften oder Verordnungen gibt.

Trotz sorgfältiger Recherche sind alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr.

Stand Oktober  2017

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